Sightseeing Gießen
Kapelle Röntgengrab

Alter Friedhof & Friedhofskapelle


Der Alte Friedhof war ursprünglich der Neue Friedhof, denn er wurde um 1530 am Nahrungsberg (damals Narrenberg) angelegt, nachdem der bisherige Friedhof neben der alten Stadtkirche zu klein geworden war. Er war der erste Friedhof außerhalb der Stadtmauern. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof immer wieder erweitert, und ab 1826 kam auch ein jüdischer Friedhof hinzu. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahre 1591 und ist heute im Oberhessischen Museum ausgestellt.

Bedeutende Gießener Bürger sind auf dem Alten Friedhof beigesetzt, so z. B. der Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen, der erste Professor für Architektur und Baukunst an der Gießener Universität Hugo von Ritgen, der Mediziner und Pharmakologe Rudolf Buchheim, der Physiker und Chemiker Heinrich Buff, die Familie Gail und die Eltern des Politikers Wilhelm Liebknecht.

Nachdem auch die Kapazitäten dieses Friedhofs erschöpft waren, wurde 1903 am Rodtberg ein neuer Friedhof angelegt und der bisherige Friedhof am Nahrungsberg wurde zum Alten Friedhof. Heute wird er vorwiegend als Parkanlage genutzt.

Neben den alten Grabmälern ist vor allem die Friedhofskapelle, der älteste noch erhaltene Kirchenbau Gießens, sehenswert. Sie wurde 1625 unter Stadtbaumeister Johann Ebel zum Hirsch als erstes steinerenes Haus am Nahrungsberg errichtet. Während der Koalitionskriege diente sie dem französischen Revolutionsheer als Artilleriewerkstatt und Waffenlager. Nach dem Einsturz der Kapelle 1840 restaurierte und erweiterte der Gießener Professor Hugo von Ritgen das ursprünglich einstöckige Gebäude.

Quellen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Friedhof_%28Gie%C3%9Fen%29#R.C3.B6ntgen

http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Friedhof_(Gie%C3%9Fen)

https://www.giessener-land.de/index.php?section=home.php&hk=2&sk=7&at=41&rt=1

http://www.giessen-tourismus.de/de/kultur-sehenswertes/gaerten-parksnatur/alter-friedhof.html

Geheimnisvolles Gießen – eine Entdeckungsreise mit Bobby und Molly, Hrsg: Universitätsstadt Gießen, Der Magistrat, Artur Klose Geheimnisvoller Verlag 2003, S. 24-25