Sightseeing Gießen
Hauptbahnhof

Hauptbahnhof


Mit dem Bau der Main-Weser-Bahn wurde auch Gießen 1850 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Der erste provisorische Bahnhof befand sich am Oswaldsgarten. Dieser wurde 1854 durch den heutigen weiter südlich gelegenen Bahnhof ersetzt. Nach einem Umbau in den Jahren 1904-1911 im historisierenden neuromanischen Stil erhielt der Bahnhof sein heutiges Aussehen. Martin Walser beschrieb den Gießener Bahnhof 1976 auf einer Leserreise folgendermaßen: „Als die Bahnhöfe gebaut wurden, wusste man offenbar überhaupt nicht, woran man bei einem Bahnhof denken sollte. Meistens geriet man dann in eine Mischung aus Kirche und Burg. Das sieht man in Gießen besonders deutlich. Eine rote Sandstein-Kirche mit Hauptschiff und Turm, der allerdings ein bisschen verrückt hingesetzt wurde, um das Kirchenschiff zu stören.“ Ab 1893 wurde der bisher nur über die Liebigstraße (früher Universitätsstraße) erreichbare Bahnhof auch über eine Brücke und eine historische Treppenanlage, „Mausoleum“ genannt, vom Alten Wetzlarer Weg zugänglich. Heute steht der Bahnhof unter Denkmalschutz und verfügt über 11 Gleise. Der Bahnhofsvorplatz wurde nach jahrelangen Diskussionen 2013 neu gestaltet.

Quellen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Gie%C3%9Fen

Auf Durchreise, Gießener Allgemeine, Samstag, 17. April 2010, Nummer 89, S.72

Geheimnisvolles Gießen – eine Entdeckungsreise mit Bobby und Molly, Hrsg: Universitätsstadt Gießen, Der Magistrat, Artur Klose Geheimnisvoller Verlag 2003, S.30