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Justus-Liebig-Universität


1607 gründete Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt die Universität mit den vier Fakultäten: Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie (beinhaltete die heutigen Geistes- und Naturwissenschaften) als zweite hessische Universität nach Marburg. Im 30jährigen Krieg wurde die Ludoviciana, wie sie nach ihrem Gründer genannt wurde, vorübergehend zugunsten von Marburg wieder aufgelöst und erlangte erst 1650 wieder den Universitätsstatus. Im 17. und 18. Jahrhundert war sie eine typische kleine protestantische Landesuniversität. Überregionale Bedeutung kam in dieser Zeit nur den Juristen zu. Jedoch begann schon der Aufbau einer Ökonomischen Fakultät mit neuen praxisnahen Fächern wie Veterinärmedizin und Land- und Forstwirtschaft. Im 19. Jahrhundert vollzog sich der Wandel zur modernen Universität. Bedeutende Wissenschaftler wie der Chemiker Justus Liebig, der Jurist Rudolf von Jhering, der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen und die Theologen Adolf von Harnack und Hermann Gunkel lehrten an der Universität. Neue Kliniken für die Human- und Veterinärmedizin sowie ein Gebäude für die Universitätsbibliothek wurden errichtet. Seit 1908 wurden auch Frauen zum Studium zugelassen. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann für die Ludwigsuniversität eine Krisenzeit und sie musste um ihre Existenz fürchten. Verschärft wurde die Situation noch während des Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Universität durch die Amerikaner zunächst stillgelegt und erst ab dem WS 1946/47 als „Justus-Liebig-Hochschule für Bodenkultur und Veterinärmedizin” wieder eröffnet. Ihren Status als Volluniversität erlangte sie 1957 anlässlich des 350jährigen Bestehens wieder. Heute umfasst die Universität 11 Fachbereiche mit rund 26500 Studenten. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht glaubt, Gießen ist die Stadt mit der höchsten Studentendichte in Deutschland, wenn man die Studierenden der THM mit einbezieht.

Die Gebäude der Gießener Universität sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, wenngleich sich auch mehrere Campusbereiche für Medizin- Natur- und Lebenswissenschaften, Erziehungs- und Geisteswissenschaften, Recht und Wirtschaft, Veterinärmedizin, Universitätszentrum und Zeughaus herausgebildet haben.

Zeughaus Uni-Bibliothek

Quellen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Justus-Liebig-Universit%C3%A4t_Gie%C3%9Fen

https://www.giessener-land.de/index.php?section=home.php&hk=2&sk=18&at=55&rt=1

http://www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/jlu/geschichtejlu