Sightseeing Gießen
Kirchenplatz Burgmannenhäuser

Kirchenturm


Von der ehemaligen Stadtkirche, die beim Bombenangriff auf Gießen am Nikolaustag 1944 zerstört wurde, ist nur noch der Glockenturm erhalten. Er wurde zwischen 1484 und 1520 über dem Graben der alten Wasserburg erbaut und gilt heute als das älteste Gebäude der Gießener Kernstadt. Neben der Kuppel besteht er aus drei Stockwerken unten und einer Wohnung für den Turmwächter oben. Bis 1910 hielten hier die Türmer nach Feuer, drohenden Gefahren und Reisenden Ausschau. Der Turm ist 50,7 m hoch und hat im Erdgeschoss 2,25 m dicke Wände. 1952 wurde im Erdgeschoss eine Andachts- und Gedenkkapelle an den Bombenangriff als Mahnmal gegen den Krieg eingeweiht. Auf ausgelegten Listen findet man die Namen aller 816 Bombenopfer. An jedem Samstag im Advent und im Mai sind die „Turmbläser“ um 12 Uhr vom Stadtkirchturm aus zu hören. Die Umrisse der zerstörten Stadtkirche sind auf dem Kirchenplatz mit Steinen markiert.


Burgmannenhäuser


Das Leib´sche Haus und das Wallenfels´sche Haus am Kirchplatz werden als Burgmannenhäuser bezeichnet, da sie ursprünglich für die sogenannten Burgmannen (=niedrige Adlige, die eine Burg bewachen und verteidigen sollten) erbaut wurden. Das Leib´sche Haus wurde um 1350 auf den Überresten einer alten Talburg in Ständer- und Rähmbauweise erichtet und gehört zu den ältesten und größten Fachwerkhäusern Hessens. Der Name Leib´sches Haus ist auf seinen Vorbesitzer im 19.Jahrhundert, den Kunsthändler und Vergolder Carl Ludwig Leib, zurückzuführen. Das Wallenfels´sche Haus wurde im 18. Jahrhundert auf den Kellergewölben ehemaliger Burgmannenhäuser der Herren von Schwalbach errichtet. In den 80er Jahren wurde es jedoch durch einen kompletten Neubau ersetzt, dessen Fassade nach Plänen aus dem 18. Jahrhundert rekonstruiert wurde. Heute sind in den Burgmannenhäusern zwei Abteilungen des Oberhessischen Museums untergebracht: die Abteilung für Stadtgeschichte und Volkskunde (Leib`sches Haus) und die Abteilung für Vor- und Frühgeschichte, Archäologie und Völkerkunde (Wallenfels`sches Haus). Die dritte Abteilung des Oberhessischen Museums für Malerei und Kunsthandwerk kann man im Alten Schloss am Brandplatz besichtigen.

Quellen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtkirche_%28Gie%C3%9Fen%29

http://www.giessener-land.de/index.php?section=home.php&hk=1&sk=17&at=52&rt=1&ot=5

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Kapelle-im-Stadtkirchenturm-vor-60-Jahren-eingeweiht-_arid,390373_costart,2_regid,1_puid,1_pageid,113.html

http://www.giessen-tourismus.de/de/kultur-sehenswertes/museen/

http://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fenen/