Sightseeing Gießen
Schlammbeiser

Schlammbeiser


Die bronzene Standfigur des historischen Gießener Schlammbeisers wurde im November 2005 zwischen Marktplatz und Kirchplatz aufgestellt, wobei „Schlammbeiser“ der Spitzname für alteingesessene Gießener Bürger ist. Eigentlich müsste es „Schlamp-Eiser“ oder „Schlemp-Eiser“ heißen, denn der Name bezieht sich auf den Beruf eines früheren Kanalarbeiters. Als es noch keine Kanalisation gab, wurden die Fäkalien und anderer Abfall von den Toiletten an den Außenwänden der Häuser über Holzrohre in darunter stehende große Eimer geleitet. Aufgrund der engen Bauweise in der Altstadt, standen die Kübel in den schmalen Hauszwischenräumen. Mit ihren „Schlemp-Eisen“ – langen Stangen, die vorne mit einem gebogenen Haken versehen waren – zogen die Schlammbeiser die Eimer nach vorne, entleerten sie auf einen Karren und transportierten den Unrat ab. Außerdem säuberten sie mit ihrem Schlemp-Eisen die oberirdischen Kanäle und beseitigten Verstopfungen, denn Gießen - oder „Zu den Giezzen“ (= „Zu den Güssen“), wie es erstmals 1197 urkundlich genannt wurde - war in dem feuchten Mündungsgebiet der Wieseck in die Lahn gegründet worden.

Quellen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fen

http://www.lahnlust.de/der-schlammbeiser/