Sightseeing Gießen
Zeughaus Zeughaus

Zeughaus


Landgraf Ludwig IV von Hessen-Marburg ließ 1585 das mächtige Zeughaus in unmittelbarer Nähe zum Neuen Schloss errichten. Es diente zur Aufbewahrung von Waffen und militärischen Ausrüstungsgegenständen, vor allem der hessischen Artillerie. Der eindrucksvolle Renaissancebau hat eine Länge von 85 m und eine Breite von 22 m, besteht aus zwei Seitenflügeln und einem Mittelteil mit Hauptportal. Eine Freitreppe gab es nicht, damit die Pferdefuhrwerke direkt in das Gebäude fahren konnten. Links neben dem Mittelteil befindet sich seit 1609 ein kleiner Anbau, der alte Karzer der Universität. Er war Vorlage für die Schulhumoreske „Besuch im Carcer“ vom gebürtigen Gießener Schriftsteller Ernst Eckstein und gerüchteweise auch für die „Feuerzangenbowle“.

Nach Schleifen der Festung diente das Zeughaus ab 1805 als Fruchtspeicher, Festsaal und Theater sowie im 19. und 20. Jahrhundert als Kaserne. Auch das Zeughaus wurde im Krieg zerstört. Unter Beibehaltung der alten Umrisse wurde die Fassade beim Wiederaufbau nach dem Krieg rekonstruiert. Heute wird das Zeughaus von verschiedenen Fachbereichen der Universität genutzt.

Quellen:


https://www.giessener-land.de/index.php?section=home.php&hk=2&sk=3&at=58&rt=1

http://www.giessen-tourismus.de/de/kultur-sehenswertes/burgen-schloesser/neues-schloss-und-zeughaus.html

Geheimnisvolles Gießen - eine Entdeckungsreise mit Bobby und Molly, Hrsg: Universitätsstadt Gießen, Der Magistrat, Artur Klose Geheimnisvoller Verlag 2003, S. 17